Presseartikel über das Balkan Syndrom

Inhalt: externer Link mit Info über uranhaltige Munition
Nachricht vom 18. Januar 2001, 09:00 Uhr UTC
Uranhaltige Munition Thema im Bundestag
Scharping-Wende bei Uranmunition und Radarstrahlen
Vor dem Bundestags-Verteidigungsausschuss musste Minister Scharping Auskunft zum Einsatz
von Uranmunition bei der Bundeswehr und bei NATO-Einsaetzen geben. In der nicht
oeffentlichen Sitzung stellte sich der SPD-Politiker stundenlang der Kritik der
Opposition. FDP und CDU werfen ihm vor, Meldungen ueber Krebsfaelle unter Soldaten nach
Balkaneinsaetzen abgewiegelt zu haben. Zugleich loesten die Berichte ueber auf dem Balkan
verschossene Uran-Munition mit hochgiftigem Plutonium einen Protest der Bundesregierung
aus. Scharping bestellte den amtierenden US-Botschafter ein und beschwerte sich ueber die
Informationspolitik innerhalb der NATO. Der Verdacht von Plutoniumspuren in Uran-Munition
muesse so schnell wie moeglich aufgeklaert werden. Er schickte ein Team ins Kosovo, um
Proben zu nehmen. Erstmals raeumte Scharping ein, dass Firmen auch in Deutschland
Uran-Munition getestet haben koennten. Er machte aber klar, dass er nur fuer seine
Amtszeit Verantwortung uebernehme. Mit Blick auf moegliche Erkrankungen deutscher Soldaten
durch Radarstrahlen kuendigte der Minister an, jeden einzelnen Fall zu pruefen. Betroffene
koennten bei mit finanzieller Unterstuetzung rechnen, wenn ihre Schaedigung durch den
Wehrdienst anerkannt werde. Im Marinearsenal Wilhelmshaven sind der Oldenburger
"Nordwest-Zeitung" zufolge mehrere Soldaten vermutlich durch Radarstrahlen
erkrankt. Nach Angaben eines ehemaligen Radartechnikers sind aus einer einzigen Abteilung
mit 50 Soldaten bis 1991 acht gestorben. Acht weitere seien krebskrank.
Nachricht vom 17. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Nachricht vom 16. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Scharping lässt Aussage prüfen
Das Bundesverteidigungsministerium kündigte an, die Angaben des früheren Soldaten
prüfen zu lassen. Derzeit könne man aber nichts bestätigen. Zuvor hatte Minister
Scharping wiederholt erklärt, die Bundeswehr habe uranhaltige Munition weder getestet
noch eingesetzt. Wissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass Uranmunition getestet
wurde. Ein Foto des beschossenen Panzerwracks zeige Einschüsse, wie sie für Uranmunition
typisch seien.
Hochgiftiges Plutonium in Balkan-Munition?
Nach einem Vorab-Bericht des ARD-Magazins "Monitor" enthielt die von der NATO in
Jugoslawien eingesetzte Uranmunition auch Plutonium. Das gehe aus Untersuchungen des
US-Verteidigungsministeriums hervor. Darin werde darauf verwiesen, dass das abgereicherte
Uran zur Munitionsherstellung Spuren von Plutonium enthalten könne. Plutonium ist eine
radioaktive, hochgiftige, stark krebserregende Substanz. Auch Schweizer Wissenschaftler
haben in der Uranmunition aus dem Kosovo Plutonium-Spuren gefunden.
NATO-Mediziner: Keine Anzeichen für Krebs durch Uran-Geschosse
Dagegen haben die obersten Militärmediziner der NATO keine Beweise dafür entdecken
können, dass ein Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Uran-Munition besteht.
General Van Hoof, Vorsitzender des Ärztekomitees, sagte in Brüssel, es gebe auch keine
Beweise für ein "Balkan-Syndrom". Die Ärzte hätten bei ihren Untersuchungen
keinen Unterschied zwischen Krankheitsfällen bei Balkan-Soldaten und anderen entdecken
können. Nach dem vorliegenden Material aus den 19 Mitgliedländern könne kein
Zusammenhang zwischen abgereichertem Uran und Gesundheitsbeschwerden hergestellt werden.
Während der Balkan-Kriege hatte die NATO die Urankern-Geschosse als panzerbrechende
Waffen eingesetzt. Es wird vermutet, dass Strahlung und Giftigkeit des Uranstaubs für
Krankheiten wie Blutkrebs verantwortlich sind.
Nachricht vom 15. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Nachricht vom 13. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Nachricht vom 12. Januar 2001, 09:00 Uhr UTC
Nachricht vom 11. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Nachricht vom
11. Januar 2001, 09:00 Uhr UTCExpertentreffen im Verteidigungsministerium
Verteidigungsminister Scharping (SPD) hat das Strahlenrisiko durch Uranmunition für
ehemalige Balkan-Soldaten als vernachlässigbar bezeichnet. Bereits im Oktober 1999 habe
eine Untersuchung ergeben, dass sie keine abweichenden Uranwerte hätten. Mit Blick auf
das so genannte Balkan-Syndrom kritisierte er die Berichterstattung der Medien, die seiner
Meinung für die momentane Hysterie verantwortlich sind. Während diese Haltung von
verschiedenen Experten unterstützt wurde, äußerten Grüne und FDP Zweifel. Der Minister
geht davon aus, dass keine Gefahr bestanden hat, wenn alle Soldaten die vorgeschriebenen
Schutzmaßnahmen befolgt haben. Andererseits betonte er wiederholt, dass er letztes Jahr
auf mögliche gesundheitliche Gefahren hingewiesen hat. Diese bestünden aber nicht in der
Strahlung der Geschosse, sondern im freigesetzten Uranstaub bei deren Explosion. Außerdem
verteidigte Scharping sein Ressort gegen jegliche Kritik. Der Verteidigungsausschuss
desBundestages sei bereits im April letzten Jahres informiert worden. Wiederholt sprach
sich der Minister für ein generelles Verbot der Uranmunition aus. Für Menschen, die
dauerhaft im Einsatzgebiet entsprechender Waffen leben würden, stelle sie nämlich ein
anderes Risiko dar.
NATO hält an Uranmunition fest
Der Nato-Rat hat sich bei seiner Beratung am Mittwoch nicht auf einen Verzicht der
umstrittenen Munition einigen können. Nach Angaben von Generalsekretär Robertson konnten
bisher keine wissenschaftlichen Beweise erbracht werden, dass Soldaten durch die Geschosse
krebskrank werden. Allerdings will die NATO in dieser Richtung weiter forschen und dabei
auch die Umweltorganisation der Vereinten Nationen einbeziehen. In der Sitzung haben sich
die USA, Großbritannien und Frankreich gegen die Verbotsforderung aus Deutschland und
Italien ausgesprochen. Amerikanische Kampfflugzeuge hatten Urangeschosse im jüngsten
Jugoslawien-Krieg gegen Panzer eingesetzt. In mehreren NATO-Ländern sind seither Soldaten
an Leukämie gestorben.
Italien
18 Fälle von Soldaten, die an Krebs gestorben oder daran erkrankt sind, werden
untersucht. Acht Soldaten sind gestorben. Eine Regierungskommission leitet die
Untersuchung.
Großbritannien
Nach seinem Einsatz in Bosnien ist ein Soldat aus unbekannter Ursache an Krebs erkrankt.
Tschechien
Der Leukämie-Tod eines Hubschrauberpiloten nach Bosnien- Einsatz will die Armee
untersuchen.
Bulgarien
Die rätselhafte Erkrankung eines Soldaten nach seinem Einsatz im Kosovo 1999 soll in
Deutschland genauer untersucht werden. Er leidet seit seinem Kosovo-Einsatz unter
Muskelschwund, Schmerzen in den Gliedern und Haarausfall.
Spanien
Nach offiziellen Angaben ist ein spanischer NATO-Soldat nach Rückkehr vom Balkan an
Leukämie gestorben. Zwei weitere Militärs sind an Krebs erkrankt. Die
Interessenvertretung der Soldaten spricht dagegen von vier Toten und sechs
Krebserkrankungen. Madrid hatte schon vor Wochen begonnen, alle auf dem Balkan
stationierten 32 000 Soldaten zu untersuchen.
Portugal
Ein Todesfall und ein Fall von Krebserkrankung. Auch Portugal begann, seine 10 000 auf dem
Balkan stationierten Soldaten, Polizisten und Zivilbeobachter zu untersuchen.
Belgien
Fünf ehemals in Kroatien und Bosnien stationierte Soldaten sterben an Krebs. Nach
Zeitungsberichten sind vier weitere Soldaten an Krebs erkrankt. Verteidigungsminister
Andre Flahaut kündigte Reihenuntersuchungen an.
Frankreich
Vier Soldaten, die auf dem Balkan eingesetzt waren, erkranken nach Angaben des
Verteidigungsministeriums an Leukämie. Minister Richard ordnete eine Untersuchung an.
Schweiz
Der Leukämie-Tod eines Hauptmannes wird untersucht.
Griechenland
Laut Verteidigungsministerium erkrankt ein ehemals in Bosnien stationierter Soldat an
Leukämie. Alle Soldaten, die sich in Bosnien und Kosovo aufgehalten haben oder noch dort
sind, sollen untersucht werden.
Dänemark
Zwei im Kosovo-Krieg eingesetzte Soldaten erkranken an Leukämie.
Deutschland
Ein Soldat aus dem niedersächsischen Uelzen ist an Leukämie erkrankt. Presseberichten
zufolge gibt es einen weiteren Fall in Bayern. Die Bundeswehr kündigte umfassende
Untersuchungen aller möglicherweise betroffenen Soldaten an.
Nachricht vom 10. Januar 2001, 09:00 Uhr UTC
Die USA und Grossbritannien haben Berichte zurueckgewiesen, wonach ihre Streitkraefte uranhaltige Munition in Deutschland abgefeuert haetten. Das Verteidigungsministerium will pruefen, ob auf den ehemaligen Truppenuebungsplaetzen der Alliierten solche Geschosse eingesetzt wurden. Die Sprecherin der US-Streitkraefte, Herberger, sagte, zu Uebungszwecken wurde Munition mit abgereichertem Uran nicht verwendet. Sie werde aber in Deutschland gelagert.
US-Generaele warnten vor Rest-Munition
Der US-Generalstab hat nach dem Kosovo-Krieg die beteiligten Armeen im Juli 1999 vor den
Gefahren durch zurueckgebliebene Uranmunition gewarnt. Wie die "New York Times"
berichtete, wurden die verbuendeten Streitkraefte in einem Papier zu Vorsichtsmassnahmen
beim Umgang mit der verschossenen Munition in der jugoslawischen Provinz aufgerufen. Dem
Blatt zufolge hiess es u.a., dass Soldaten beim Beruehren der Anti-Panzer-Munition oder
auch beim Betreten zerstoerter Panzerfahrzeuge Schutzmasken tragen und die Haut bedecken
sollten.
Nato: Verbot von Uran-Munition unwahrscheinlich
Einem von Deutschland geforderten Moratorium gegen Uran-Munition wird die Nato
wahrscheinlich eine Absage erteilen. Es gebe "absolut keine Hinweise", dass die
Blutkrebserkrankungen bei auf dem Balkan eingesetzten Soldaten mit der Verwendung solcher
Munition stehe. Dies verlautete am Dienstag aus Nato-Kreisen nach einer Sitzung. Der
Nato-Rat will am Mittwoch in Bruessel einen offiziellen Beschluss ueber die Verwendung von
Uran-Munition fassen. Bislang setzen einzig die USA diese Geschosse ein. Beschluesse des
NATO-Rats muessen einstimmig gefasst werden. Neben Deutschland hatte auch Italien fuer
einen vorlaeufigen Stopp der Uran-Munition plaediert. Auch die EU hatte sich am Dienstag
mit der umstrittenen Uran-Munition befasst. Die EU-Kommission setzte eine unabhaengige
Expertengruppe ein, um moegliche Gesundheitsgefahren durch uranhaltige Munition zu
untersuchen. Das neue Leitgremium fuer die EU-Sicherheitspolitik kam nicht zu konkreten
Beschluessen.
Ursache des Balkan-Syndroms moeglicherweise Benzol?
Der Direktor des Forschungszentrums fuer Umwelt und Gesundheit, Paretzke sieht in der
Verwendung von Uran-Munition keinen Grund zur Beunruhigung. Er koenne ausschliessen, dass
sowohl die Munition als auch der Uran-Staub die Leukaemie-Erkrankungen verursachten. Das
sogenannte Balkan-Syndrom werde von anderen Faktoren ausgeloest, moeglicherweise durch
chemische Stoffe wie Benzol. Da die Meinung von Wissenschaftlern jedoch auseinandergehen,
will Verteidigungsminister Scharping (SPD) am Mittwoch mit Experten aus Wissenschaft und
Medizin ueber moegliche Gesundheitsgefahren durch Uran-Munition beraten.
Weiterer Bundeswehr-Soldat an Leukaemie erkrankt?
Das Thema rueckte in den Blickpunkt der Medien als in Italien mehrere Leukaemie-Faelle
bekannt wurden. Seitdem reissen die Meldungen ueber weitere verdaechtige Krankheits- und
Todesfaelle unter ehemals im Balkan stationierten Soldaten nicht ab. In Frankreich
erkrankte ein weiterer Unteroffizier. Bei Nato-Einsaetzen in Bosnien 1994 und 1995 sowie
im Kosovo-Krieg 1999 wurden von den USA Uran-Geschosse verwendet. Ein deutscher
Bundeswehr-Soldat aus Uelzen war an Leukaemie erkrankt. 1999 war er auf dem Balkan
stationiert. Nicht geklaert ist, ob er schon 1998 an Blutkrebs erkrankt war.
Moeglicherweise gibt es einen zweiten Fall von Leukaemie bei einem Bundeswehrsoldaten.
Nach einem Bericht der "Lausitzer Rundschau" meldete sich beim Bundeswehrverband
in Bonn ein Unteroffizier aus Bayern. Er war 1996 in Bosnien im Friedenseinsatz. 1998 sei
beim ihm Blutkrebs festgestellt worden.
BERLIN: Bundeskanzler Gerhard Schroeder hat sich fuer einen Verzicht der Nato auf uranhaltige Munition ausgesprochen. Er halte es fuer falsch, Munition zu verwenden, die die eigenen Soldaten gefaehrden koenne. Zudem forderte Schroeder eine rueckhaltlose Aufklaerung moeglicher Gesundheitsgefahren durch uranhaltige Geschosse. Der Bundeswehrverband sowie fuehrende Politiker der Gruenen machten sich fuer ein Verbot derartiger Munition stark. Dagegen bekraeftigte die Nato, dass es keine Beweise fuer einen Zusammenhang mit Leukaemie- Erkrankungen bei Soldaten gebe. Das Bundesverteidigungsministerium kuendigte an, alle Leukaemiefaelle in der Bundeswehr zu ueberpruefen. Dabei soll geklaert werden, ob die erkrankten Soldaten auf dem Balkan eingesetzt waren.
Nachrichten vom 08. Januar 2001, 09:00 Uhr
Bundeswehrverband gegen Massenuntersuchung von Soldaten
BERLIN: Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, hat eine Massenuntersuchung von Soldaten, die auf dem Balkan eingesetzt waren, abgelehnt. Im ZDF sagte er, diese Untersuchung sei kontra- produktiv, da nicht in allen Regionen Bosniens und des Kosovo Uran abgereicherte Munition eingesetzt worden sei. Der 'Tagesspiegel' hatte berichtet, das Bundesverteidigungsministerium wolle alle bei Bundeswehrsoldaten aufgetretenen Leukaemiefaelle untersuchen. Anschliessend solle geprueft werden, ob diese Soldaten an Nato- Missionen waehrend des Balkan-Krieges teilgenommen haben. Hintergrund sind Befuerchtungen, dass die verwandte Munition zu den Krebs- Erkrankungen fuehrte.- In mehreren europaeischen Laendern, sind bislang 20 solcher Faelle bekannt geworden, darunter einer in Deutschland.
Nachrichten vom 08.01.2001
Scharping: Kein Anlass fuer Reihenuntersuchung
Der Verteidigungsminister selbst sieht keine Leukaemiegefahr fuer deutsche Soldaten. Nach
den bisherigen stichprobenweisen Untersuchungen bei 120 Bundeswehrsoldaten saehen alle
Fachaerzte "kein erhoehtes Krebs-Risiko durch Strahlung", sagte Scharping der
"Bild"-Zeitung. Er bezweifele, dass die Erkrankung des erkrankten deutschen
Offiziers ursaechlich mit dessen Bosnien-Einsatz zu tun habe.
Fuer Reihenuntersuchungen aller bisher auf dem Balkan eingesetzten 60.000
Bundeswehr-Soldaten sieht der Minister "keinen Anlass". Zugleich schloss
Scharping aus, dass die Bundeswehr urangehaertete Munition hat. "Das ist Unsinn! Und
besser waere es, niemand haette diese Munition."
Fruehzeitige Warnung von Ex-Admiral Schmaehling
Bereits vor anderthalb Jahren soll Scharping vor den Gesundheitsgefahren uranhaltiger
Munition gewarnt worden sein. Ex-Marineadmiral Schmaehling hatte einen offenen Brief
vorgelegt, den er am 14. Juni 1999 an Scharping geschickt hatte. Darin fordert der
Ex-General den Minister dringend zu Schutzmassnahmen auf. Die im Kosovo eingesetzten
Soldaten duerften nicht mit Resten uranhaltiger Geschosse sowie getroffenen Objekte in
Beruehrung kommen.
In seinem Schreiben hatte Schmaehling auf das so genannte "Golfkriegssyndrom"
verwiesen. Es war Anfang der 90er Jahre bei sehr vielen Personen aufgetreten. Im Fall
eines zeitweilig an Leukaemie erkrankten Soldaten aus Niedersachsen sieht die Bundeswehr
keine Verbindung zu seinem Bosnien-Einsatz. Der Vorgang soll aber ueberprueft werden.
Neue Faelle in Suedeuropa - Briten uebten jahrelang mit Uran-Munition
Unterdessen wurden neue Faelle bekannt, so in Spanien und Portugal. In Italien bestaetigte
eine Untersuchung im Auftrag der Regierung den Zusammenhang zwischen der Munition und den
Krebs-Erkrankungen. Dagegen erklaerte das britische Verteidigungsministerium, dass seit
zehn Jahren Uebungen mit uranhaltiger Munition durchgefuehrt wuerden. Bisher habe es keine
Haeufung von Leukaemie bei den Soldaten gegeben. Auch Belastungen fuer die Umwelt seien
nicht festgestellt worden. Oekologen und Militaerexperten haetten die Uebungen ueberwacht.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, der betroffene Soldat habe nach bisherigen Erkenntnissen keinen Kontakt mit uranhaltiger Munition gehabt. Es werde erwartet, dass sich weitere Erkrankte melden. Bei 50.000 Soldaten, die in Bosnien und dem Kosovo eingesetzt waren, seien schon statistisch weitere Leukaemie-Faelle wahrscheinlich.
Widerspruch: Tote Soldaten, aber Rueckgang der Leukaemiefaelle im Kosovo
Die von US-amerikanischen Flugzeugen in Bosnien, Serbien und im Kosovo verschossene
uranhaltige Munition steht im Verdacht, Blutkrebs zu verursachen. In Italien sind bereits
acht Soldaten an Leukaemie gestorben, die auf dem Balkan im Einsatz waren. Todesfaelle
wurden auch aus Tschechien und Spanien gemeldet, auch ein Bulgare soll erkrankt sein.
Unklar ist zudem, wie gross die Gesundheits-Gefahren fuer die Zivilbevoelkerung sind. Die
UN-Umweltschutzorganisation UNEP mass bei acht von elf untersuchten Einschlagstellen
leicht erhoehte Strahlungswerte. Weltgesundheitsorganisation und die UN-Verwaltung im
Kosovo haben hingegen ein Abnahme von Leukaemie-Faellen in der Provinz nach dem Einsatz
von Uran-Geschossen festgestellt. Dies wurde am Sonnabend in Pristina bekannt.
SPD-Politikerin: Uran-Einsatz ist Kriegsverbrechen
Die Vorsitzende der Ethikkommission im Bundestag, Margot von Renesse (SPD), forderte
unterdessen einen Untersuchungsausschuss, der herausfinden soll, wer in der
Bundesregierung von der Verwendung dieser Munition wusste. In der "Bild am
Sonntag" bezeichnete sie die Verwendung radioaktiv strahlender Uran-Munition als
"Kriegsverbrechen", weil neben den Soldaten auch Zivilisten gefaehrdet wuerden.
KFOR: US-Panzer uranhaltig
Unterdessen teilte das US-Kontingent der NATO-Truppen im Kosovo (KFOR) mit, dass die
Verwendung von Materialien und Munition mit Urananteilen seit Jahren bekannt sei. Z.B.
bestuenden die Aussenwaende der Panzer vom Typ M1A1 Abrams aus abgereichertem Uran. Nach
Angaben des US-Verteidigungsministerium haben US- Kampfflugzeuge waehrend des
Kosovo-Krieges 31.000 Granaten mit abgereichertem Uran abgeworfen.
Nachrichten vom 06. Januar 2001, 21:00 Uhr UTC
Nachrichten vom 06. Januar 2001, 09:00 Uhr UTC
06.01.01 tagesschau
Die Bundeswehr prüft derzeit den Fall eines ehemaligen Zeitsoldaten aus Uelzen, der an
Leukämie erkrankte. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob der Mann mit der
radioaktiven Munition in Kontakt gekommen ist. Ein Sprecher des
Bundesverteidigungsministeriums wies darauf hin, dass am Einsatzort des Soldaten, Mostar,
keine Uran-Geschosse abgefeuert wurden. Man werde aber prüfen, ob der Mann
möglicherweise in anderen Gebieten gewesen sei.
Auch in den ehemaligen Krisengebieten gibt es Befürchtungen wegen zunehmender
Krebsfälle. Etwa 400 bosnische Serben, die nach den NATO-Angriffen im Jahr 1995 aus
Hadzici bei Sarajevo geflüchtet waren, sollen bis heute an Krebs gestorben sein. Die
UN-Umweltorganisation UNEP warnte vor dem Aufenthalt an Detonationsorten von
Uran-Munition.
USA sehen keinen Zusammenhang
Das US-Verteidigungsministerium sieht dagegen keinen Zusammenhang zwischen
Krebserkrankungen und uranhaltiger Munition. Die Untersuchung tausender
Golfkriegsveteranen hätten keinen Beleg dafür ergeben. Damals wurden 300 Tonnen dieser
Geschosse abgefeuert.
Während des Kosovo-Krieges gaben die amerikanischen Streitkräfte 31.000 Schuss der
radioaktiven Uran-Munition ab. Wegen ihrer hohen Durchschlagskraft, die selbst
Panzerwände durchdringt, gilt die Munition als eine Art Wunderwaffe.
Europa fordert Aufklärung
Die Schweiz schloss sich der Forderung mehrerer europäischer NATO-Länder sowie des
Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, an und verlangte von der NATO,
über mögliche Gefahren aufzuklären. Die NATO will sich am kommenden Dienstag auf einer
Tagung mit den Risiken dieser Geschosse befassen.
UNEP findet verstrahlte NATO-Ziele
Die UN-Umweltorganisation hat inzwischen elf von insgesamt 112 NATO-Zielen im Kosovo
untersucht, wobei in acht Fällen Spuren von Radioaktivität entdeckt wurden. Das
UNEP-Team habe mit Erstaunen festgestellt, dass nicht detonierte Sprengköpfe auch
eineinhalb Jahre nach dem Konflikt "noch einfach so herumlagen", sagte der
Leiter des Teams, der ehemalige finnische Umweltminister Pekka Haavisto. Im März will
UNEP einen endgültigen Bericht vorlegen. Nach vorläufigen Erhebungen der
Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Zahl der Leukämiefälle in den betroffenen
Gebieten jedoch seit dem Kosovo-Krieg nicht signifikant angestiegen.
Bundesregierung noch ohne Position
Die Bundesregierung legte sich bisher nicht auf eine Position zum Einsatz uranhaltiger
Munition fest. Dazu würden noch Gespräche mit dem Auswärtigen Amt geführt, sagte der
Sprecher des Verteidigungsministeriums, Detlef Puhl. Die grüne Verteidigungsexpertin
Angelika Beer hatte die Regierung zuvor aufgefordert, die NATO zu drängen, diese
Geschosse zu verbieten. Die PDS-Bundestagsfraktion beantragte eine Sondersitzung des
Verteidigungsausschusses. Der SPD-Verteidigungsexperte Opel sagte im NDR, angesichts der
Risiken habe die Bundeswehr bereits in den 70er Jahren bewusst auf die Einführung solcher
Munition verzichtet.
06.01.01 tagesschau
In Italien starben nach einem Bericht der Zeitung "La Republica" bisher acht Soldaten, die im Kosovo stationiert waren, an Leukämie. Auch in Tschechien starb ein Soldat an Blutkrebs.
In Großbritannien und Portugal wurden neue Leukämiefälle bekannt.
In Belgien starben vier Soldaten nach ihrem Einsatz auf dem Balkan an Leukämie, in den Niederlanden zwei, in Portugal einer.
In Frankreich erkrankten vier ehemalige KFOR-Soldaten . Mehrer Ländern begannen mit der Untersuchung ihrer Soldaten auf das sogenannte "Balkan-Syndrom".
Bei den etwa 5 000 russischen Soldaten auf Friedensmission auf dem Balkan sind bislang keine durch Radioaktivität verursachten Krankheiten festgestellt worden. Das sagte der Kommandeur der russischen Luftlandetruppen, Generaloberst Georgi Schpak, in Moskau.
Die rätselhafte Erkrankung eines bulgarischen Soldaten nach seinem Einsatz im Kosovo 1999 soll in Deutschland genauer untersucht werden. Der Mann leidet seit seinem Kosovo-Einsatz unter Muskelschwund, Schmerzen in den Gliedern und Haarausfall. Auch die 39 im Rahmen der internationalen Friedenstruppen im Kosovo stationierten bulgarischen Soldaten sollen jetzt gründlich untersucht werden, berichtete der bulgarische Rundfunk.
Nachricht vom 06.01.01 tagesschau
Die deutsche Strahlenschutzverordnung habe deshalb einen relativ niedrigen Grenzwert von 25 Becquerel pro Tag für eine Belastung mit Uran festgelegt, da zu der radioaktiven Belastung die giftige chemische Wirkung des Schwermetalls auf den Körper komme. "Leukämie gilt als erster Indikator für eine mögliche Strahlenbelastung," sagt Küppers. Es handele sich um eine recht seltene Krankheit, die beispielsweise nur einmal pro 100.000 Kindern auftrete. Bei Erwachsenen sei sie noch seltener. Daher seien statistisch gesehen sechs Blutkrebs-Fälle bei einer Gesamtheit von insgesamt 60.000 italienischen Friedenssoldaten, die seit den 90er Jahren auf dem Balkan eigesetzt wurden, eine ungewöhnlich Häufung.
Die abgereicherte Form des Urans in der Munition, die kaum weniger radioaktive Strahlung aufweise als die natürlich vorkommende Form des Schwermetalls, sei als Munition deshalb so gefragt, weil sie als Abfallprodukt der zivilen Nutzung der Atomkraft anfalle und damit relativ billig zu haben sei. Zugleich werde die Durchschlagskraft der Geschosse von den Militärs geschätzt. Die Bewegungsenergie des Schwermetall-Geschosses wird beim Aufprall in Hitze umgewandelt, das Uran wird flüssig und frisst sich auch durch stärkste Panzerungen aus Stahl und Beton.
Nachricht vom 06.01.01 dpa
Er beschuldigte die USA und die NATO, radioaktive Munition auch während der Luftangriffe auf Stellungen der Serben in Bosnien "massenhaft" benutzt zu haben. "Jetzt machen sich alle Sorgen um die im Kosovo kurzfristig eingesetzten NATO-Soldaten, und der Westen kümmert sich nicht um die Bewohner dieser verseuchten Landstriche...", sagte der Umweltexperte.
Nachricht vom 06.01.2001 14:21
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, der betroffene Soldat habe nach bisherigen Erkentnissen keinen Kontakt mit uranhaltiger Munition gehabt. Es werde erwartet, dass sich weitere Männer melden werden. Bei 50.000 Soldaten, die in Bosnien und dem Kosovo eingesetzt waren, sei es schon statistisch nahe liegend, dass es mehrere Leukämie-Fälle gebe, die aber nichts mit dem Abwurf der leicht radioaktiven Munition zu tun hätten, so Gertz.
SPD-Politikerin: Uran-Einsatz ist Kriegsverbrechen. Die Vorsitzende der Ethikkommission im Bundestag, Margot von Renesse (SPD), forderte unterdessen einen Untersuchungsausschuss, der herausfinden soll, wer in der Bundesregierung von der Verwendung dieser radioaktiv strahlender Uran-Munition als "Kriegsverbrechen", weil neben den Soldaten auch Zivilisten gefährdet würden.
Die von US-amerikanischen Flugzeugen in Bosnien, Serbien und im Kosovo verschossene uranhaltige Munition steht in dem Verdacht, bei Soldaten und Zivilisten Blutkrebs zu verursachen. In Italien sind bereits acht Soldaten an Leukämie gestorben, die auf dem Balkan im Einsatz waren. Todesfälle wurden auch aus Tschechien und Spanien gemeldet.
Unklar ist zudem, wie groß die Gesundheits-Gefahren für die Zivilbevölkerung in der Region nach dem Abwurf der Uran-Munition sind. Nach Untersuchungsergebnissen der UN-Umweltschutzorganisation UNEP wurden bei acht von elf untersuchten Einschlagstellen leicht erhöhte Strahlungswerte gemessen. Neben Uranstaub fand das UNO-Team auch nicht explodierte Munitionsteile. Weitere Luft- und Wasserproben werden derzeit in verschiedenen Laboren untersucht.
Nachricht vom 05.01.2001 21:22
EU-Kommission haben Aufklärung versprochen.
Nach Bekanntwerden des offenbar ersten Falls eines "Balkan-Syndroms" in
Deutschland hat das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, dem Verdacht nachzugehen.
Das Ministerium reagierte damit auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach ein
ehemaliger Zeitsoldat aus Uelzen nach seinem Bosnien-Einsatz an Leukämie erkrankte.
Verteidigungsexperten von SPD, Bündnisgrünen und CDU hatten Verteidgungsminister
Scharping vorgeworfen, das "Balkan-Syndrom" zu verharmlosen und verlangten eine
genaue Untersuchung der im Kosovo eingesetzten Soldaten. Ein Ministeriumssprecher hatte
den Vorwurf zurückgewiesen. Man habe von den Soldaten bereits Urin-Proben genommen; dies
sei völlig ausreichend, um Uran-Spuren zu finden. Von US-amerikanischen Flugzeugen in
Bosnien, Serbien und im Kosovo verschossene uranhaltige Munition steht in dem Verdacht,
bei Soldaten und Zivilisten Blutkrebs zu verursachen. In Italien sind bereits sechs
Soldaten an Leukämie gestorben, die auf dem Balkan im Einsatz waren. Todesfälle wurden
auch aus Tschechien und Spanien gemeldet.
Wurde die Leukämie durch die Uran-Munition verursacht?
Bislang ist ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen der Soldaten und dem Einsatz von
uranhaltiger Munition nicht eindeutig nachgewiesen. Die Expertenmeinungen darüber gehen
auseinander. Das Münchner Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit hält einen
Zusammenhang zwischen uranhaltiger Munition und den Krebserkrankungen der Soldaten für
"sehr unwahrscheinlich". Dies sieht die Vereinigung "Ärzte für die
Verhinderung des Atomkrieges" anders: Ihrer Meinung nach reichen bereits kleinste
Partikel aus, um ein Krebswachstum in der Lunge zu fördern.
Nato und EU wollen die Zusammenhänge aufklären
Auf Drängen von Belgien, Portugal, Italien und Frankreich hat sich die Nato bereit
erklärt, dem Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und uranhaltiger Munition
nachzugehen. Nato-Generalsekretär Robertson sagte schriftlich eine umfassende Aufklärung
zu. Unter anderem solle eine genaue Liste mit Zielen im Kososvo und Bosnien zeigen, wo die
Munition verwendet wurde. Auch die EU-Kommission will nach Angaben ihres Präsidenten
Prodi bei der Untersuchung mitwirken. Gemeinsam mit öffentlichen Verwaltungen und
internationalen Organisationen sollen Informationen ausgewertet werden.
UNO findet radioaktive Verstrahlung im Kosovo
Unklar ist zudem, wie groß die Gesundheits-Gefahren für die Zivilbevölkerung in der
Region nach dem Abwurf der Uran-Munition sind. Die UNO-Umweltschutzorganistaion UNEP legte
die Ergebnisse einer seit 1999 laufenden Untersuchung vor. Danach sind bei acht der elf
untersuchten Einschlagstellen leicht erhöhte Strahlungswerte gemessen worden. Neben
Uranstaub fand das UNO-Team auch nicht explodierte Munitionsteile. Weitere Luft- und
Wasserproben werden derzeit in verschiedenen Labors untersucht.
Nachricht vom 05.01.2001 13:28
Stichwort "abgereichertes Uran"
Uran ist ein natürlich vorkommendes Schwermetall. Es ist radioaktiv und in Erzen,
Braunkohle und Ölschiefer enthalten. Bei abgereichertem Uran handelt es sich um das
strahlungsarme Uran 238, welches als Nebenprodukt bei der Brennelemente-Produktion
abfällt. Es ist nur noch schwach radioaktiv. Normalerweise werden die Uran-Abfälle mit
einem hohen Kostenaufwand in gesicherten Deponien gelagert. Bei der Weiterverwendung des
Abfallurans als Munition können die teuren Lagerkosten gespart werden. Das Uran 238
bildet sich auch nach langer Lagerungszeit aus dem ursprünglichen Metall.
Wirkung der Uran-Geschosse
Uran-Granaten sind extrem hart und können deshalb auch schwere Panzerungen durchschlagen.
Dabei gerät das Uran in Brand, extreme Hitze und Feuer töten die Insassen des Panzers.
Bei dem Aufprall werden radioaktive Staubpartikel freigesetzt. Die gesundheitlichen
Folgeschäden der radioaktiven Alpha-Strahlung des Uran 238 sind umstritten. Behaupten die
Militärs, dass die Alpha-Strahlung von dem Uran 238 nicht durch die Haut in den Körper
eindringen könne, verweisen Kritiker auf den Feinstaub, den diese Geschosse beim Aufprall
freisetzten. Dieser könne über die Atemwege in den Körper gelangen und
Krebserkrankungen auslösen. Auch in der Natur richte diese Munition Schaden an - nach
Kritikermeinung vergiftet sie die Böden.
Abgereichertes Uran ("depleted uranium", DU) ist ein Abfallprodukt aus der Urananreicherung von Brennelementen für Kraftwerke. Es ist bedeutend weniger radioaktiv als Natururan. DU-Waffen zertrümmern wegen ihrer hohen Dichte (bis zu drei Mal schwerer als Stahl) nicht nur gepanzerte Fahrzeuge, sie sind auch verhältnismäßig billig. Die Munition gibt es in Kalibern verschiedener Größe, wobei die großen von Panzern oder Flugzeugen, die kleinsten aus Gewehren abgefeuert werden.
Die Wirkung von abgereichertem Uran auf den menschlichen Organismus wird unterschiedlich bewertet. So verweisen etwa Militärs darauf, dass die Alpha-Strahlung von Uran 238 nur auf kurze Distanz wirke und gar nicht von außen durch die Haut eindringen könne. Kritiker warnen, dass die Urangeschosse beim Aufprall Feinstaub freisetzen, der über die Atemwege in den Körper gelangen könne und Krebs erregend sei. Zudem würden die Böden durch das Schwermetall vergiftet. Wie groß die Gefahren für den Menschen sind, sollen Untersuchungen der Gesundheitsorganisation der UN klären.
Erstmals wurde uranhaltige Munition 1991 im Golfkrieg gegen den Irak eingesetzt, vor allem in der Gegend um Basra. Damals feuerten Amerikaner und Briten weitaus mehr Geschosse als im Kosovo-Krieg 1999 von Panzern und Flugzeugen ab. Nach einer kanadischen Untersuchung dürften bis zu 35 000 Iraker an den Folgen sterben. Mit der Entwicklung von Uranmunition haben die USA bereits in den siebziger Jahren begonnen. Auch die anderen Siegermächte des Zweiten Weltkrieges und eine Reihe weiterer Staaten verfügen darüber. Initiativen zu einem Verbot von DU-Waffen waren bislang erfolglos.
HANDELSBLATT, Freitag, 05. Januar 2001